Zinc Oxide

Evidenzniveau: L5 Vorhergesagte Indikationen: 5

Inhaltsverzeichnis

  1. Zinc Oxide
  2. Zinkoxid: Von leichten, nicht infektionsbedingten Hautentzündungen zu Akne
    1. Zusammenfassung
    2. Kurzübersicht
    3. Warum ist diese Vorhersage plausibel?
    4. Klinische Studien
    5. Literaturbelege
    6. Marktinformationen Schweiz
    7. Sicherheitshinweise
    8. Fazit und nächste Schritte
    9. Haftungsausschluss

## Pharmazeutischer Bewertungsbericht

Zinkoxid: Von leichten, nicht infektionsbedingten Hautentzündungen zu Akne


Zusammenfassung

Zinkoxid wird in der Schweiz als Salbe oder Paste bei leichten, nicht infektionsbedingten Hautentzündungen, zur Pflege trockener Haut, bei Furunkeln und kleineren Abszessen sowie bei Hautmykosen eingesetzt. Das Modell sagt voraus, dass es auch bei Akne (acne) wirksam sein könnte. Die Evidenz ist dünn: Es gibt keine registrierten klinischen Studien, nur drei indirekte Publikationen (eine Übersichtsarbeit, eine präklinische Studie und eine kleine klinische Beurteilung).


Kurzübersicht

Punkt Inhalt
Ursprüngliche Indikation Leichte, nicht infektionsbedingte Hautentzündungen; Intervall- und Nachbehandlung von Dermatosen, Schutz und Pflege trockener Haut; Furunkel, kleinere Abszesse; Mykosen der Haut
Vorhergesagte neue Indikation Akne (acne)
TxGNN-Vorhersagewert 99,86 %
Evidenzniveau L4 (präklinische bzw. indirekte Evidenz, keine registrierten Studien)
Marktstatus Schweiz Im Handel (Marketed)
Anzahl Zulassungen 4
Empfohlene Entscheidung Abwarten

Warum ist diese Vorhersage plausibel?

Zu Wirkmechanismus von Zinkoxid liegen in den zusammengestellten Daten keine Angaben vor. Aus der bestehenden Anwendung lässt sich jedoch ein plausibler Zusammenhang ableiten: Zinkoxid wirkt auf der Haut mild entzündungshemmend und schwach antibakteriell, auch gegen Cutibacterium acnes, und kann die Talgproduktion beeinflussen.

Die bereits zugelassene Anwendung bei leichten, nicht infektionsbedingten Hautentzündungen überschneidet sich mit der entzündlichen Akne. Beide Indikationen betreffen die Haut und eine lokale Entzündungsreaktion. Auch die topische Anwendung wäre gleich.

Wichtig: Der sehr hohe Vorhersagewert ist mit der bestehenden dermatologischen Anwendung vereinbar, ist aber eine Modellvorhersage und kein klinischer Beleg. Die Ähnlichkeit zur ursprünglichen Indikation und die Eignung der Darreichungswege wurden noch nicht abschliessend bewertet.


Klinische Studien

Derzeit keine verwandten klinischen Studien registriert


Literaturbelege

PMID Jahr Typ Zeitschrift Wichtige Ergebnisse
21342155 2011 Übersichtsarbeit International Journal of Dermatology Nanopartikel wie Zinkoxid und Titandioxid haben besondere physikalische Eigenschaften. Nanopräparate werden unter anderem als neue Behandlungen bei Acne vulgaris untersucht.
15536660 2004 Klinische Studie (Split-Face, klein, vermutlich nicht randomisiert) Skin Research and Technology Beurteilung bei leichter entzündlicher prämenstrueller Akne. Der Beitrag von Zinkoxid lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht bestätigen.
36888703 2023 Präklinisch/experimentell Science Advances Mikronadelpflaster mit ultraschallaktivierbaren Nanopartikeln (Zink-Porphyrin-basiert) zur antibiotikafreien Behandlung bakteriell bedingter Akne. Es handelt sich nicht um Zinkoxid selbst.

Marktinformationen Schweiz

Zulassungsnummer Produktname Darreichungsform Zugelassene Indikation
39608 Excipial, Mandelölsalbe Synthetika Intervall- und Nachbehandlung von Dermatosen, Schutz und Pflege von trockener Haut
42675 Multilind, Heilpaste Synthetika Mykosen der Haut
54958 Antidry care, Salbe Synthetika Bei leichten, nicht infektionsbedingten Entzündungen der Haut
11565 Leucen, Zugsalbe Synthetika Furunkel, kleinere Abszesse

Sicherheitshinweise

  • Hinweise aus dem Wissensgraphen (keine Fachinformation): Im Wissensgraphen sind für Zinkoxid Kontraindikations-Verknüpfungen zu folgenden Erkrankungen hinterlegt: Bluthochdruck, benigne Prostatahyperplasie, Sichelzellanämie, persistierendes fetales Hämoglobin, primäre Hyperoxalurie, hereditäre Hämochromatose, Hämosiderose, Eisenstoffwechselstörungen, Morbus Wilson, koronare Herzkrankheit, plötzlicher Herzstillstand, Erregungsleitungsstörungen des Herzens, Hyperthyreose, Morbus Basedow, Thyreotoxikose und Angststörungen. Diese Verknüpfungen stammen nicht aus der Fachinformation. Für die topische Anwendung ist ihre Relevanz unklar und sollte geprüft werden.
  • Arzneimittelwechselwirkungen: Es wurden keine Wechselwirkungen gefunden.

Bitte beachten Sie für verbindliche Sicherheitsinformationen die Fachinformation.


Fazit und nächste Schritte

Entscheidung: Abwarten

Begründung:

  • Der Vorhersagewert ist sehr hoch, die Evidenz aber nur indirekt (Übersicht, präklinische Studie, kleine klinische Beurteilung ohne bestätigten Zinkoxid-Beitrag). Es gibt keine registrierten klinischen Studien.
  • Die Sicherheitsprüfung kann nicht abgeschlossen werden, da die Warnungen und Kontraindikationen aus der Swissmedic-Fachinformation fehlen.

Um fortzufahren, wird Folgendes benötigt:

  • Fachinformation (Warnungen und Kontraindikationen) von der Swissmedic-Website beschaffen und auswerten.
  • Wirkmechanismus aus DrugBank ergänzen, um den mechanistischen Zusammenhang zu prüfen.
  • Gezielte Literaturrecherche zu topischem Zinkoxid bei Akne (insbesondere RCTs) und die Relevanz der Studie von 2004 prüfen.
  • Ähnlichkeit zur ursprünglichen Indikation und Eignung der Darreichungsform bewerten.

    Haftungsausschluss

Diese Inhalte dienen ausschließlich Forschungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Vor jeder klinischen Anwendung ist eine klinische Validierung erforderlich.



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